Somalia

Präsidentschaftswahl in Somalia um ein Jahr verschoben

Soll zurücktreten: Der somalische Ministerpräsident Mohamed Abdullahi Mohamed (Archiv)

Soll zurücktreten: Der somalische Ministerpräsident Mohamed Abdullahi Mohamed (Archiv)

Die politische Führung in Somalia hat die Verschiebung der nächsten Präsidentschaftswahl um ein Jahr beschlossen. Die Vereinbarung, die in der ugandischen Hauptstadt Kampala unterzeichnet wurde, sieht zudem einen Rücktritt von Ministerpräsident Mohamed Abdullahi Mohamed innerhalb von 30 Tagen vor.

Ursprünglich war die nächste Präsidentschaftswahl in Somalia für August geplant. Präsident Scheich Scharif Scheich Ahmed hatte angesichts der instabilen Sicherheitslage im Land jedoch gefordert, der gegenwärtigen Regierung mehr Zeit für die Lösung der akuten politischen Probleme zu geben. Parlamentspräsident Scharif Hassan Scheich Aden hatte dies bis zuletzt jedoch abgelehnt.

In Somalia herrscht seit vielen Jahren ein gewaltsamer Konflikt zwischen Regierungstruppen und islamistischen Aufständischen. Der Präsident kontrolliert lediglich einen kleinen Teil der Hauptstadt Mogadischu und muss von 8000 Soldaten der Afrikanischen Union geschützt werden.

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