Burma

Präsident Sein ruft zu Ende von ethnischer Gewalt auf in seinem Land auf

Burmas Präsident Thein Sein im Weissen Haus

Burmas Präsident Thein Sein im Weissen Haus

Bei seinem USA-Besuch hat Burmas Präsident Thein Sein zu einem Ende der Gewalt zwischen Volks- und Religionsgruppen in seinem Land aufgerufen. Jede Form der Diskriminierung und Gewalttaten zwischen verschiedenen Gruppen müsse beendet werden, sagte Sein am Montag (Ortszeit).

Zuvor war Sein im Weissen Haus empfangen worden. US-Präsident Barack Obama lobte dabei die politischen Reformen nach jahrzehntelanger Militärherrschaft in Burma. Er zeigte sich aber besorgt über die Lage der muslimischen Volksgruppe der Rohingya.

Sein war am Montag als erster burmesischer Staatschef seit fast einem halben Jahrhundert in Washington empfangen worden. Burma brauche eine nationale Identität, die alle Volks- und Religionsgruppen stärker einbinde, sagte er danach in einer Rede an der Johns-Hopkins-Universität.

Burmas Bevölkerung - Buddhisten, Muslime, Christen und andere - müsse sich als Teil dieser neuen nationalen Identität fühlen, sagte Sein. Die Regierung müsse sicherstellen, dass die Verantwortlichen für die Gewalt der Justiz überstellt würden.

Die Rohingya als Opfer von Verfolgung nannte Sein in seiner Rede nicht explizit. Seit Monaten gibt es Berichte zu Übergriffen gegen die muslimischen Volksgruppe in dem weitgehend buddhistischen Land.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wurden seit Juni 2012 bei Auseinandersetzungen mindestens 211 Menschen getötet, die meisten davon Rohingya. Zehntausende Angehörige der Volksgruppe seien vertrieben worden. HRW sprach von einer "ethnischen Säuberung".

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