Portugal

«Präsident» Jardim gewinnt Parlamentswahl auf Madeira

Regionalpräsident Jardim feiert seine Wiederwahl

Regionalpräsident Jardim feiert seine Wiederwahl

Auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira ist der umstrittene Regionalpräsident Alberto João Jardim wiedergewählt worden. Trotz Vorwürfen wegen der hohen Überschuldung der Inselgruppe erhielt seine konservative Sozialdemokratische Partei (PSD) bei der Parlamentswahl am Sonntag laut offiziellem Endergebnis 48,56 Prozent der Stimmen.

Sie kommt damit auf 24 der insgesamt 47 Sitze im Regionalparlament. Die konservativen CDS-PP, die in Lissabon zusammen mit der PSD regiert, landete mit 17,63 Prozent auf Platz zwei. Jardim regiert die autonome Region bereits seit 33 Jahren.

Die portugiesische Regierung hatte sich wegen der hohen Schulden der Region mit Jardim überworfen. Madeira steht mit einer Verschuldung von 6,3 Milliarden Euro bei lediglich 270'000 Einwohnern am Rande des Ruins.

Die Schuldenlast hatte sich weiter negativ auf das hohe Staatsdefizit Portugals ausgewirkt. Portugal hat vom Internationalem Währungsfonds (IWF) und der EU ein Hilfspaket von 78 Milliarden Euro erhalten und sich im Gegenzug zu strikten Sparmassnahmen verpflichtet.

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