Vor der Zentrale des Privatsenders A1 versammelten sich mehrere tausend Menschen, um gegen den Polizeieinsatz zu demonstrieren. Darunter waren auch führende Mitglieder der oppositionellen Sozialdemokraten. Sie sprachen von einem Angriff auf die Pressefreiheit.

Der Sender berichtete live über die Polizeirazzia. "Das ist empörend. Das ist ein Angriff der Regierung auf die Meinungsfreiheit in den Medien", erklärte der Chefredaktor von A1, Mladen Cadikovski.

Der stellvertretende Führer der Sozialdemokraten, Gordan Georgiev, erklärte: "Das ist eine sehr angespannte Situation. Das ist eine brutale Regierung, die einen der Pfeiler unserer Demokratie angreift."

Mazedonien war früher ein Teil Jugoslawiens und wurde 1991 unabhängig. Das Land bemüht sich um einen Beitritt zur Europäischen Union. Vertreter der EU haben schon "politische Eingriffe" in die Medien in Mazedonien kritisiert.