Rettungsaktion

Pistenarbeiter retten krankes Kind trotz Lawinengefahr

Trotz Lawinengefahr mit Pistenfahrzeug Kind gerettet (Symbolbild)

Trotz Lawinengefahr mit Pistenfahrzeug Kind gerettet (Symbolbild)

Trotz hoher Lawinengefahr haben zwei Pistenarbeiter in Vorarlberg ein krankes deutsches Kind aus einer eingeschneiten Berghütte gerettet. Die beiden Männer brachten den Siebenjährigen, der an einer akuten Blinddarmentzündung litt, mit einem Pistenfahrzeug über gesperrte Pisten zu einer Alp.

Das berichtete Gebhardt Salzgeber, der an der Aktion beteiligt war, der Nachrichtenagentur dpa am Samstag. Auch die ältere Schwester des Kleinen und die Eltern, die in Vorarlberg in den Ferien waren, wurden in Sicherheit gebracht.

Von der Alp aus konnte der Knabe in ein Spital transportiert werden, sagte der 55-jährige Helfer. "Noch am Abend haben wir erfahren, dass der Kleine erfolgreich operiert wurde".

Es sei für ihn als erfahrenen Pistenarbeiter keine Frage gewesen, die schwierige Fahrt zu riskieren: "Das war selbstverständlich, es gab einfach keine andere Möglichkeit", sagte der Betriebsleiter der Valfagehrbahnen. "Es war kein Flugwetter, so dass wir auch keinen Helikopter rufen konnten."

Die Berghütte war bereits seit Donnerstag wegen Lawinengefahr von der Umwelt abgeschnitten, alle Zufahrten waren gesperrt. Der Siebenjährige klagte plötzlich über Bauchschmerzen, die immer stärker wurden, berichtete der Helfer. Die Vermutung sei nahe gelegen, dass er an einer Blinddarmentzündung litt. Der Verdacht bestätigte sich im Spital.

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