Coronavirus

Peru ergreift ungewöhnliche Mittel gegen Coronavirus

Um die Ausbreitung des Coronavirus in Peru zu verlangsamen, ergreift der peruanische Präsident Martin Vizcarra ungewöhnliche Massnahmen. So dürfen Männer und Frauen künftig nur an bestimmten Tagen getrennt nach Geschlecht auf der Strasse sein. Sonntags darf niemand das Haus verlassen. (Archivbild)

Um die Ausbreitung des Coronavirus in Peru zu verlangsamen, ergreift der peruanische Präsident Martin Vizcarra ungewöhnliche Massnahmen. So dürfen Männer und Frauen künftig nur an bestimmten Tagen getrennt nach Geschlecht auf der Strasse sein. Sonntags darf niemand das Haus verlassen. (Archivbild)

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen begrenzt Peru die Ausgehzeiten für Männer und Frauen. Wie der peruanische Präsident Martin Vizcarra sagte, dürfen Männer und Frauen ihre Häuser nur an bestimmten Tagen, getrennt nach Geschlecht, verlassen.

So dürften Montags, Mittwochs und Freitags nur Männer nach draussen gehen, um sich zu versorgen. Frauen dürften dann Dienstag, Donnerstag und Samstag ausgehen. Sonntags dürfe niemand das Haus verlassen. "Wir müssen dafür sorgen, dass weniger Menschen täglich auf der Strasse sind", sagte Vizcarra.

Vizcarra kündigte an, dass Polizisten und Soldaten besondere Instruktionen erhalten sollten, um die Rechte von Transsexuellen und Homosexuellen zu respektieren. In Peru wurden bis Donnerstag insgesamt 1414 Corona-Infektionsfälle verzeichnet. Die offizielle Zahl der Todesopfer der Pandemie lag in dem südamerikanischen Land bei 55.

In Panama hat die Aufteilung der Ausgangstage zwischen Männern und Frauen Sorgen unter Transsexuellen ausgelöst. Sie befürchten, sie könnten aufgrund ihrer sexuellen Identität ins Gefängnis gesteckt werden. Ähnliche Sorgen äusserte zuvor die peruanische Transsexuellen-Aktivistin Gahela Cari. Die Sicherheitskräfte seien jene im Land, die in der Vergangenheit die meisten Gewaltakte gegen Transsexuelle begangen hätten, sagte sie in einem Webvideo.

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