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Person des Jahres: Papst Franziskus vor Miley Cyrus und Edward Snowden

Person des Jahres: Papst Franz von Assisi (Archiv)

Person des Jahres: Papst Franz von Assisi (Archiv)

Die Entscheidung ist gefallen: Die aussagekräftige Ehrung des «Time Magazine» zur Person des Jahres geht an Papst Franziskus. Die Zeitschrift ehrt ihn für seine Bescheidenheit und seinen Willen, die Kirche zu neuer Demut zu führen.

Nicht Miley Cyrus und nicht Edward Snowden: Papst Franziskus wurde vom «Time»-Magazin zur Person des Jahres 2013 gekürt. Dies liess die Zeitschrift am Mittwoch verkünden.

Papst Franziskus, der mit bürgerlichem Namen Jorge Mario Bergoglio heisst und im argentinischen Buenos Aires aufgewachsen ist, beerbte am 28. Februar Papst Benedikt XVI nach dessen Rücktritt.

«Die Kraft, die Welt zu verändern»

Das Time-Magazin kürte Franziskus wegen der Hoffnungen, welche er Millionen von Menschen seit seinem Amtsantritt beschert. Seine Reform-Ankündigungen und seine bescheidene Art brachten umgehend frischen Wind in die Kirche. Dazu schreibt das Time-Magazin: «Er nahm den Namen eines bescheidenen Heiligen an und will eine Kirche der Heilung. Der erste Nichteuropäer als Papst in 1200 Jahren hat die Kraft, die Welt zu verändern»

Der Jesuiten-Priester ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern Benedikt und Johannes Paul II kein Theologie-Gelehrter, sondern ein Priester der einfachen Leute. Ehemals Türsteher eine Nachtclubs, chemischer Techniker und Literatur-Lehrer stammt er mehr aus der Lebenswelt der Gläubigen als aus jener der theologischen Aristokratie.

Medienwirksam lehnte er es ab, in der pompösen Papst-Residenz zu wohnen, sondern bevorzugte die Gästewohnung des Vatikans. Lieber trägt er seine alten Strassenschuhe als die roten, massgeschneiderten Samtschuhe. Er ruft Menschen an, die ihm schreiben, er wäscht Aids-Kranken die Füsse und und und..

Papst Franziskus – in Anlehnung an Franz von Assisi, dem Einsiedler und Begründer des Franziskaner-Ordens – steht für die Rückkehr der Kirche zu neuer Bescheidenheit und Demut. Für diese symbolische Botschaft wurde er vom Time Magazin geehrt.

Neben dem Papst galten lange auch die amerikanische Sängerin und Skandal-Nudel Miley Cyrus wie auch der Whistleblower Edwar Snowden als Favoriten für die Auszeichnung.

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