China

Peking will Ausbreitung der Proteste in Tibet verhindern

Tibetische Frauen gehen in Lhasa an chinesischen Paramilitärs vorbei

Tibetische Frauen gehen in Lhasa an chinesischen Paramilitärs vorbei

Nach einer Reihe von Protesten für die Unabhängigkeit Tibets will China eine Ausbreitung der Demonstrationen verhindern. Der für die tibetische Hauptstadt Lhasa zuständige Minister warnte buddhistische Geistliche in Klöstern, bei Unruhen würden sie abberufen, wie amtliche Medien berichteten.

Zudem sagte er demnach Polizisten an einem Kontrollpunkt in Richtung Lhasa, sie sollten auf Sabotageakte vorbereitet sein.

Der Regionalchef der Kommunisten in Lhasa forderte in einer am Montag im Internet veröffentlichten Ansprache vor Sicherheitskräften, diese müssten verstärkt gegen die "Separatisten" aus der "Clique" des Dalai Lama vorgehen.

Die Polizei müsse die Kontrollen auf den Strassen, in den "wichtigsten Klöstern" und im Umfeld "der wichtigsten Verdächtigen" verstärken, sagte er. Die Warnungen zeigen die Nervosität Chinas angesichts der grössten Proteste von Tibetern gegen die Regierung seit fast vier Jahren.

Vergangene Woche schoss die Polizei mehrfach bei Protesten in der Provinz Sichuan auf Tibeter. Dabei soll es dutzende Verletzte gegeben haben. Peking räumte den Tod von zwei Tibetern ein, von denen einer von der Polizei erschossen worden sei. Sie macht "Banden" tibetischer Mönche für die Gewalt verantwortlich.

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