Grossbritannien

Parlament: Britischer Geheimdienst soll Mütter anheuern

MI6-Gebäude in London: Geheimdienst für Jane Bonds (Archiv)

MI6-Gebäude in London: Geheimdienst für Jane Bonds (Archiv)

Vergesst die Bond-Girls! Die britischen Geheimdienste sollten lieber Mütter im mittleren Alter rekrutieren, um schlummernde Talente für die Gefahrenabwehr besser ausschöpfen zu können.

So lautet jedenfalls eine Empfehlung, die der Geheimdienstausschuss des britischen Parlaments abgab.

Um neue Mitarbeiterinnen zu finden und den Frauenanteil von 37 Prozent anzuheben, sollten die Dienste MI5, MI6 und GCHQ unter anderem das Eltern-Onlineforum Mumsnet nutzen, heisst es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Gremiums.

"Frauen und Mütter im mittleren Alter oder in der Mitte der Karriereleiter haben wertvolle Lebenserfahrungen", erklärte der Ausschuss. Und diese mögliche Quelle für neue Mitarbeiter sei bislang nicht angezapft worden.

Zugleich stellte das Gremium fest, dass Frauen in der Männerdomäne der Geheimdienste mit hohen Hürden rechnen müssten. Gerade im mittleren Management gebe es Leute mit einer sehr traditionellen, männlichen Mentalität, sagte die Abgeordnete Hazel Blears.

Für den Ausschuss ist das ein klares Manko. Wenn alle Geheimdienstprofis aus dem selben Holz seien, die gleichen Hintergründe und Charakteristiken hätten, dann bestehe die Gefahr einer einseitigen Herangehensweise an die Herausforderungen, sagte Blears. "Vielfalt wird bessere Ergebnisse bringen."

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