Als Hauptprobleme nannte Franziskus bei einer Zeremonie am Samstag im süditalienischen Bari "Krieg, Gewalt und Zerstörung", die Besetzung bestimmter Gebiete, einen ausgemachten Fundamentalismus und eine "erzwungene Migration".

Neben dem Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern ist die Region von mehreren Bürgerkriegen gebeutelt, wie etwa in Libyen und Syrien sowie im Irak und im Jemen. Zudem verübt die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) immer wieder Anschläge.

Der Papst sagte, er sei mit seinen Gedanken und seinem Herzen im Nahen Osten, "der Knotenpunkt der Kulturen und die Wiege der grossen monotheistischen Religionen". Franziskus beklagte zudem die angespannte Situation für die christlichen Minderheiten in der Region.

Die Zahl der Christen im Nahen Osten sinke auch angesichts von islamistischen Attacken stetig. "Die Präsenz unserer Brüder und Schwestern (könnte) schwinden und das Gesicht der Region entstellen. Denn ein Naher Osten ohne Christen wäre nicht der Nahe Osten."