Panda-Nachwuchs

Panda-Baby in japanischem Zoo nach nur einer Woche gestorben

Die Panda-Mutter Shin Shin kurz nach der Geburt (Archiv)

Die Panda-Mutter Shin Shin kurz nach der Geburt (Archiv)

Zur Geburt des Panda-Babys war die Freude in Japan gross - doch nach nur sechs Tagen ist der neugeborene Bär im Ueno-Zoo von Tokio gestorben. Der Kleine sei am Mittwoch einer Lungenentzündung erlegen.

Dies teilte die Regierung der japanischen Hauptstadt mit. "Die Pfleger haben es auf dem Rücken liegend auf dem Bauch seiner Mutter Shin Shin entdeckt und gemerkt, dass sein Herz aufgehört hat zu schlagen", schreibt der Zoo auf seiner Internetseite. Die Wiederbelebungsversuche hätten das noch namenlose Baby nicht retten können.

Es war der erste Panda-Nachwuchs im ältesten Zoo des Landes seit 1988 und der erste, der dort auf natürliche Weise gezeugt wurde. Bis dahin waren drei Panda-Babys im Ueno-Zoo zur Welt gekommen, alle mittels künstlicher Befruchtung.

Riensrummel nach Geburt

Die Geburt des jungen Pandas am 5. Juli hatte einen Riesenrummel ausgelöst: Zeitungen druckten Sonderausgaben, Konditoren backten Leckereien in Panda-Form mit Glückwunsch-Botschaften aus Schokoladen-Sosse, während Busladungen voller pandaverrückter Touristen nach Ueno eilten.

Am vergangenen Samstag hörte Shin Shin plötzlich auf, ihr Baby zu tragen, wie der Zoo mitteilte. Der Kleine kam in den Brutkasten, doch schon am Montag begann seine Mutter wieder, ihr Junges zu stillen.

Nur noch 2000 Grosse Pandas weltweit

Nun hoffen viele Japaner, dass Shin Shin noch ein weiteres Baby zur Welt bringt. Die Panda-Dame und ihr Gatte Ri Ri waren im Februar 2011 als Leihgabe aus China nach Tokio gekommen.

Der Grosse Panda gehört zu den bedrohtesten Tierarten der Erde. Nur 1600 Exemplare leben in freier Wildbahn, mehr als 300 weitere sind in Zoos und Tierparks untergebracht. Die Tiere sind als notorische Einzelgänger und Sexmuffel bekannt, Nachwuchs in Gefangenschaft ist äusserst selten.

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