Die Attentäter hatten die Juden am Dienstagmorgen in einem Gotteshaus in Har Nof mit Messern und Äxten angriffen und Schüsse abgefeuert. Sieben Menschen wurden nach Angaben von Sanitätern verletzt, darunter zwei Polizisten.

Die PFLP teilte mit, zwei ihrer Mitglieder hätten den Anschlag verübt. Die Organisation rief alle palästinensischen Fraktionen dazu auf, gemeinsam Widerstand gegen die israelische Besatzung zu leisten.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warf Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vor, für den Anschlag mitverantwortlich zu sein. Der Anschlag sei das "direkte Resultat der Aufwiegelung" durch die Hamas und Abbas.

Die Aufwiegelung werde von der internationalen Gemeinschaft auf "unverantwortliche Weise" ignoriert. Netanjahu sagte, man werde "mit harter Hand" reagieren. Netanjahu wollte am Nachmittag mit den Sicherheitschefs des Landes über weitere Schritte beraten.

Tod von arabischem Busfahrer

Während Abbas den Anschlag auf die Synagoge und den Tod von Gläubigen verurteilte, sprach die radikal-islamische Hamas von einer "heroischen Tat". Es sei die Rache für den Tod eines arabischen Busfahrers sowie Israels Vorgehen auf dem Tempelberg.

Nach Angaben der israelischen Polizei hatte der am Sonntagabend erhängt in einem Bus aufgefundene Palästinenser jedoch Selbstmord begangen. Seine Familie beschuldigt aber jüdische Extremisten, hinter der Tat zu stehen.

US-Aussenminister John Kerry verurteilte den Terrorakt und sprach von sinnloser Brutalität. "Diese Gewalt hat nirgends einen Platz", sagte Kerry in London. Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier warnte vor einer neuen Spirale der Gewalt.

Der Anschlag auf die Synagoge war der jüngste in einer Serie von Anschlägen und Konfrontationen zwischen den beiden Konfliktparteien. Auslöser der jüngsten Spannungen ist der Streit um den Tempelberg (Haram al-Scharif) in Jerusalems Altstadt, der Juden und Muslimen gleichermassen heilig ist.

Der Angriff vom Dienstag war der schwerste Vorfall dieser Art in Jerusalem seit 2008, als ein Palästinenser acht Menschen in einer Religionsschule erschossen hatte.