Pakistan

Pakistans Justiz klagt sieben Männer wegen Anschlags auf Bhutto an

Die Justiz erhebt Anklage wegen der Ermordung von Benazir Bhutto (Archiv)

Die Justiz erhebt Anklage wegen der Ermordung von Benazir Bhutto (Archiv)

Die pakistanische Justiz hat Anklage gegen sieben Männer wegen ihrer Rolle bei der Ermordung der Oppositionsführerin Benazir Bhutto vor knapp vier Jahren erhoben.

Fünf mutmassliche Taliban-Mitglieder und zwei Offiziere der Polizei seien am Samstag angeklagt worden, sagte der Staatsanwalt Chaudhry Azhar.

Bei den beiden Polizisten handelte es sich demnach um Khurram Shahzad und Saud Aziz, dem Polizeichef von Rawalpindi zur Zeit des Selbstmordanschlags am 27. Dezember 2007. Ihnen wird die Verletzung der Sicherheitsvorschriften und ihre Unfähigkeit vorgeworfen, die frühere Premierministerin und Oppositionsführerin zu schützen.

"Kriminelle Verschwörung"

Die fünf mutmasslichen Taliban-Mitglieder müssen sich wegen einer "kriminellen Verschwörung" verantworten. Sie sollen den Selbstmordattentäter aus dem Stammesgebiet an der Grenze zu Afghanistan in die Garnisonsstadt Rawalpindi gebracht und ihn dort in einem Haus versteckt haben.

Bhutto war auf einer Wahlkampfveranstaltung in der nahe Rawalpindi gelegenen Hauptstadt Islamabad durch einen Selbstmordattentäter getötet worden. 20 weitere Menschen starben bei dem Anschlag.

Die Vorsitzende der oppositionellen Pakistanischen Volkspartei (PPP) war zwei Monate zuvor nach acht Jahren im Exil nach Pakistan zurückgekehrt und hatte vor den Parlamentswahlen Wahlkampf für ihre Partei gemacht. Im September 2008 wurde ihr Witwer Asif Ali Zardari zum Präsidenten gewählt.

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