Sardinien

OT-Fotograf: «Hätte der Wind nur leicht gedreht, hätte das Feuer den Campingplatz erwischt»

Neben Portugal, Frankreich und Spanien gibt es auch auf Sardinien Waldbrände. OT-Fotograf Bruno Kissling weilt derzeit auf der italienischen Insel in den Ferien – und hat Löscharbeiten direkt neben dem Campingplatz mitverfolgt.

Die Temperaturen auf Sardinien schwanken im Sommer zwischen 30 und 40 Grad. Seit Monaten hat es nicht mehr geregnet, es ist staubtrocken. Waldbrände sind auf der zweitgrössten Insel im Mittelmeer sehr häufig.

Alleine am Dienstag brannte es laut der Zeitung l'Unione Sarda in mehr als ein Dutzend Gebieten. Auch direkt neben dem Camping Capo Ferrato an der Costa Rei. Dort campiert derzeit OT-Fotograf Bruno Kissling mit seiner Familie im umgebauten VW-Bus. Zwei Wochen steht für Kisslings «dolce far niente» auf dem Programm.

Evakuiert werden musste der Camping-Platz, auf welchem zahlreiche Solothurner und Aargauer ihre Ferien verbringen, bis anhin nicht. «Der Wind geht in Richtung Süden, deshalb droht eher keine Gefahr», erklärt Kissling. Es hätte keine Verletzten gegeben. «Wir hatten riesiges Glück. Der starke Wind hätte nur etwas drehen müssen und es hätte auf dem Camping gebrannt. Hier brennt alles wie Zunder.» 

OT-Fotograf Bruno Kissling filmt im Juli 2017 Waldbrand auf Sardinien und die Löscharbeiten

OT-Fotograf Bruno Kissling filmt die Löscharbeiten

Weniger Glück hatte eine Hotelanlage in der Nähe. Sie musste evakuiert werden.

Vom Campingplatz her können die Feriengäste derweil die Flammen, Rauchschwaden und die Löschflugzeuge und Helikopter bei den Löscharbeiten beobachten. Sie wurden angewiesen, sich bei Gefahr Richtung Meer oder nach Norden zurückzuziehen. 

Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen. Die sardischen Behörden haben eine Untersuchung zur Klärung der Brandursache eingeleitet. (ldu)

Sardinien: Löschflugzeug im Anflug

Ein Löschflugzeug im Anflug

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