An der Zeremonie in Instanbul nahm auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko teil. Auf Twitter schrieb er: "Das ist ein historisches Ereignis und ein grosser Tag." Poroschenko sprach von einem neuen Zeitalter in der orthodoxen Kirche und ergänzte: "Gott sei Dank."

Die orthodoxe Landeskirche war Mitte Dezember gegründet worden. Für die Vereinigung stimmten Bischöfe von zwei ukrainischen orthodoxen Kirchen. Die moskautreue orthodoxe Kirche in der Ex-Sowjetrepublik hatte die Versammlung weitgehend boykottiert.

Zum Oberhaupt der neuen Kirche war der Metropolit Epifani von Perejaslaw gewählt worden. Der Erlass zur Unabhängigkeit der Kirche soll an diesem Sonntag in einem Gottesdienst offiziell vorgestellt werden.

Wegen der Kirchengründung in der Ukraine herrscht seit Monaten ein Streit zwischen der Russisch-Orthodoxen Kirche und dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel. Die kirchlichen und politischen Folgen dieser Spaltung lassen sich noch nicht abschätzen.

Poroschenko hat die Kirchenpläne als Teil seines Wahlkampfs vorangetrieben. Ende März wird ein neuer Präsident gewählt.