Das geht aus der in der Nacht auf Donnerstag veröffentlichten Abschlusserklärung hervor. Die Teilnehmer des Treffens im saudi-arabischen Mekka seien sich einig, dass die Gewalt aufhören müsse, hiess es in der Erklärung.

Der Bekanntgabe des Beschlusses waren "hitzige Debatten hinter verschlossenen Türen" vorausgegangen, wie ein arabischer Diplomat der Nachrichtenagentur dpa sagte. Der Iran und auch Algerien hätten sich strikt gegen den vorläufigen Ausschluss Syriens ausgesprochen.

Andere Länder wie Pakistan oder Kasachstan verlangten laut dem Diplomaten, dass der bewaffneten Opposition eine Mitschuld an der blutigen Auseinandersetzung zugewiesen werden sollte.

Über 50 Staaten sind Mitglied

Auf den Ausschluss Syriens hatten sich bereits am Montag die Aussenminister der OIC verständigt. Der Organisation gehören mehr als 50 Staaten und die palästinensische Autonomiebehörde an. Vertreten sind auch die Türkei sowie südostasiatische Staaten wie Indonesien und Malaysia.

Die Arabische Liga und die meisten OIC-Mitglieder hatten schon im vergangenen November mit dem Regime von Baschar al-Assad gebrochen. Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und die Türkei unterstützen die syrischen Rebellen.

Seit 17 Monaten kämpfen Rebellen in Syrien gegen die Herrschaft Assads. Die internationale Gemeinschaft ist sich nicht einig, wie ein Ende des Blutvergiessens erreicht werden soll.