Abenteurer

Österreicher will im freien Fall durch die Schallmauer

So will Felix Baumgartner die Schallmauer durchbrechen

So will Felix Baumgartner die Schallmauer durchbrechen

Es wird der grösste Sprung, den je ein Mensch gewagt hat. Mit einem gewaltigen Hupf aus über 36000 Metern Höhe will der Österreicher Felix Baumgartner in den USA als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen.

In der Brooks-City-Base in Texas wurden die Bodentests in der Druckkammer bereits erfolgreich absolviert. Dabei wurden die Bedingungen in 37 Kilometern Höhe simuliert und die Funktionalität des Druckanzuges überprüft. Mit einer Serie von Übungen trainierte Baumgartner ausserdem wichtige Abläufe des Fluges – wie etwa das Handling von Ballon und Kapsel sowie das Lösen der Rettungsleine kurz vor dem Absprung.

In 35 Sekunden auf Tempo 1332. Mit Sauerstoffflaschen, einem Fallschirm am Rücken und verpackt in einen Raumanzug wird der Extremsportler über Arizona zur Erde rasen. An einem riesigen Heliumballon (Durchmesser 80 Meter) steigt Baumgartner auf 37 Kilometer – das ist fast schon im All! Dort erwarten ihn Temperaturen von minus 70 Grad.

Schutzkapsel und Spezialkleidung

«Es geht darum, Pionierarbeit zu leisten. Vielleicht tragen Raumfahrer in wenigen Jahren schon ausgereifte Anzüge und denken dabei an mein Team und an mich. Wir werden der Nachwelt etwas Wertvolles hinterlassen», so der Abenteurer.

Baumgartner will «rtwas Wertvolles hinterlassen»

Baumgartner will «rtwas Wertvolles hinterlassen»

Der Salzburger sitzt bei seinem riskanten Sprung in einer Schutzkapsel – in einem Druckanzug aus feuerfestem Material. Ohne die Spezialkleidung der US-Raumfahrtbehörde Nasa würde sein Blut wegen des extrem niedrigen Luftdrucks zu kochen beginnen. Zudem muss er den Kopf mit einem extra festen Helm vor dem Überschallknall schützen.

Eine weitere Herausforderung: Baumgartner muss im Flug verhindern, dass er um die eigene Achse rotiert. Bei einer Geschwindigkeit von über 1300 Stundenkilometern würde er sofort ohnmächtig – und das wäre sein Todesurteil.

Zehn-Minuten-Sprung

Der Sprung ist für dieses Jahr geplant und soll zehn Minuten dauern. Wenn alles klappt, wird Baumgartner gleich vier Weltrekorde aufstellen: den höchsten bemannten Ballonflug, den höchsten Absprung, den längsten freien Fall und die höchste Geschwindigkeit, die je ein Mensch geflogen ist.

Das ehrgeizige Projekt wurde immer wieder verschoben. Jetzt gibt es endlich grünes Licht. Baumgartner: «Ich bin überglücklich, es endlich wagen zu können.»

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