19:32 Obama schickt Flugzeugträger Die US-Regierung will die Hilfemassnahmen – unter anderem – mit einem Flugzeugträger unterstützen, der bereits auf dem Weg nach Japan ist. Insgesamt haben bisher 38 Staaten Hilfe zugesagt, unter ihnen auch China und Russland.

19:14 Etwa 50 Milliarden Dollar Schaden Gegenüber Keystone wagt ein Schweizer Wirtschaftsexperte eine erste Prognose wonach er in Japan mit Schäden in der Höhe von etwa 50 Milliarden Dollar ausgeht.

18:20 2000 Häuser zerstört, über tausend Tote Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, dass alleine in der Region Fukushima 1800 Häuser vernichtet worden seien. Eigenen Schätzungen zufolge geht sie von über tausend Todesopfer aus. Das wahre Ausmass der Katastrophe wird wohl erst ersichtlich, wenn es wieder Tag wird: In Japan ist jetzt 04:20 Uhr, der Sonnenaufgang ist um 06:00 Uhr.

17:30 Japan aktiviert Armee Die Luftwaffe startet Aufklärungs- und Rettungsflüge, wie Spiegel Online berichtet. Ausserdem berichtet die japanische Zeitung «Nikkei», dass 8000 Soldaten auf dem Weg ins Katastrophengebiet seien. Derweil ist eine für chemische oder nukleare Angriffe ausgebildete Spezialeinheit auf dem Weg zum AKW Fukushima, das Probleme mit der Kühlung hat.

17:25 Schiff mit 80 Hafenarbeitern vermisst Die Küstenwache hat sich auf die Suche nach dem Schiff gemacht. Es wurde im Bezirk Miyagi vom Tsunami aufs offene Meer gerissen. Es ist weder klar, ob das Schiff untergegangen ist, noch ob die Hafenarbeiter noch leben.

15:29 Experten erwarten Totaleinbruch des Ölpreises Weil Japan der drittgrösste Ölkonsument ist, rechnen nun Experten damit, dass der Ölpreis bei Öffnung der amerikanischen Märkte um über 20 Dollar auf unter 100 Dollar fallen dürfte.

15:22 Japan mit bis anhin guter Reaktion Gegenüber der BBC sagt Erdbebenexperte John Elliot, die japanischen Behörden hätten bis anhin sehr gut reagiert und dabei auch von seiner grossen Erfahrung aus zahlreichen vorherigen Erdbeben profitieren können. Schwieriger würde es mit den Tsunamis werden.

15:12 Neue Bilder von den Wassermassen Ein riesiger Parkplatz, vermutlich Neuwagen, wird von den Wassermassen leergespült als handle es sich um Matchbox-Autos und ein kleiner Kutter kämpft gegen riesige Wellen.

Apokalyptische Szenen

15:03 Mehr als 200 Leichen in Küstenregion gefunden Die Zahl der Opfer steigt auf einen Schlag von 90 auf mindestens 290. Die Polizei gibt bekannt, sie hätte in der Region um die Stadt Sengai 200, vielleicht auch 300, Tote gefunden.

15:02 Überlastete Telefonnetze Auf Twitter bitten Japaner Ausländer darum, nicht in das Land hineinzutelefonieren, um die Leitungen für Notfälle offen zu behalten. Die Netze fallen immer wieder aus. Wer trotzdem wissen will, wie es seinen Bekannten geht, kann diese via Skype, Twitter, Facebook und Email kontaktieren oder sie auf Googles Person Finder suchen.

14:51 Tsunami erreicht Indonesien und Hawaii Mitten in der Nacht hat eine erste Tsunamiwelee die Küste Hawaiis erreicht, kurz zuvor auch Indonesien. Während Indonesien von nur kleinen Schäden spricht, lässt sich das Ausmass in Hawaii noch nicht abschätzen: Der Sonnenaufgang muss abgewartet werden. Zuvor gab es Berichte über Hamsterkäufe von Nahrungsmitteln in Hawaii.

14:48 Schockwellen für Weltwirtschaft befürchtet Das Erdbeben in Japan ist nicht nur für die betroffenen Menschen des Landes eine Katastrophe, es könnte auch Schockwellen für die Weltwirtschaft auslösen. Auch die Schweiz unterhält mit Japan eine enge Handelspartnerschaft. Japan zählt mit China und den USA zu den drei grössten Wirtschaftsmächten der Welt.

14:46 Rund 90 Todesopfer Die neusten Polizeizahlen gehen von mindestens 90 Toten aus. Erstmals wird auch eine Zahl für die Verletzten angegeben. Demnach sind 241 Menschen verletzt worden. 56 werden nach wie vor vermisst.

14:45 Umgebung von AKW wird evakuiert Im Umfeld von drei Kilometern werden die Anwohner des Atomkraftwerks Fukushima in Sicherheit gebracht, weil gemäss Behörden Strahlengefahr bestehe.

14:34 Eisenbahnzug vermisst Nach Informationen von Spiegel Online vermisst die Küstenregion Miyagi einen kompletten Zug. Das Erdbeben hat fast die gesamte Transportinfrastruktur lahmgelegt. In Tokio fährt die U-Bahn nicht mehr, zwei Flughäfen haben geschlossen, zehntausende Passagiere sind gestrandet.

14:08 Feuer in AKW gelöscht Das Feuer im Atomkraftwerk Onagawa konnte nach Angaben der Atomenergiebehörde IAEA in Wien gelöscht werden.

Das Kraftwerkt (Scrresnhot NHK)

Das Kraftwerkt (Scrresnhot NHK)

14:03 Mehr als 60 Tote Erstmals wird auch die Zahl der Vermissten angegeben; sie liegt bei 56.

13:36 Ölpreise brechen ein Die eine der grössten Wirtschaftsmächte der Welt treffende Naturkatastrophe bremst den Handel. So gab die Erdölsorte Brent gegenüber dem Vortag 2,81 Dollar nach und kostet neu noch 112,62 Dollar.

13:27 Hier lag das Epizentrum Die Karte zeigt Japan mit den Städten Sendai und Tokio sowie das Epizentrum des Bebens, das selbst im tausende Kilometer entfernt liegenden Peking noch spürbar war.

Das Epizentrum (mik)

Das Epizentrum (mik)

13:01 Bilder von Tsunami Mächtig rollen die Wassermassen über das Land und reissen alles mit, bis hin zu kompletten Häusern, Brücken und Strassen.

Die Zerstörungskraft der Wassermassen

12:58 «Die Heimatstadt meiner Grossmutter wurde komplett weggespült» Das twittert Takuya Somma, nachdem er mit ihr telefoniert hat.

12:55 Mindestens 44 Tote Der japanische TV-Sender NHK berichtet, die Zahl der Opfer betrage neu 44. Nach wie vor gelten viele Menschen als vermisst.

12:54 50 Staaten mit Tsunami-Warnungen Es ist unklar, wie stark Tsunamis ausfallen werden. In Taiwan wurden bereits zahlreiche Küstendörfer verwüstet, sämtliche an den Pazifik anrainenden Staaten evakuieren ihre Küsten.

12:36 Erste Wellen treffen Taiwan Wie die Behörden mitteilen, hat mindestens eine erste Welle die Küste Taiwans erreicht. Die Lage sei unübersichtlich, die Schäden dürften sich aber in Grenzen halten, so ein Sprecher. Doch könnten jederzeit weitere Riesenwellen die Küsten erreichen. Der Staat erliess zuvor eine Tsunamiwarnung für die Küste.

12:28 Mindestens 32 Tote Neuste Angaben der Polizei gehen von 32 Toten aus. In der Präfektur Iwate sollen zehn Menschen in den Tsunami-Wellen ums Leben gekommen sein, in Ibaraki ist eine Frau von einem einstürzenden Haus erschlagen worden.

12:25 «Okay, wir haben Ärger» Gegenüber CNN berichtet ein Bewohner Tokios, wie er im Moment des Bebens gerade eine Liveshow im Fernsehen verfolgte. Lichter seien hin und hergeschwungen, im Hintergrund muss zahlreiches Equipment zu Boden gekracht sein und die Menschen auf der Bühne seien «total schockiert gewesen, du konntest die Angst in ihren Augen erkennen». Das sei umso beeindruckender, weil es in Tokio immer wieder kleine Beben gibt, die die Menschen mit entsprechender Gelassenheit aufnehmen. Da habe er gewusst: «Okay, wir haben Ärger».

12:20 Japan mit 900 Rettungsteams im Einsatz Wie verschiedene Fernsehsender berichten, war Japan sehr gut auf die Katastrophe vorbereitet: «Die Rettungsteams haben in den vergangenen Jahren immer wiedergenau diese Katastrophe trainiert», berichtet etwa NHK. Und die Uno berichtet, dass Japan bereits jetzt rund 900 Rettungsteams im Einsatz hat.

12:20 Internationale Hilfe läuft an Elisabeth Byrs von der Uno berichtet gegenüber CNN aus Genf, dass bereits 35 Rettungsteams auf der ganzen Welt in Alarmbereitschaft versetzt sind und eingesetzt würden, sobald Japan eine Bitte um internationale Hilfe platziert.

11:54 Erdbeben sogar in Peking spürbar Gemäss CNN war das Erdbeben sogar im vom Epizentrum etwa 3000 Kilometer entfernten Peking zu spüren.

11:50 Hawaii und Philippinen evakuieren Küsten Die Staaten müssen mitten in der Nacht ihre Einwohner in Sicherheit bringen. Mit Bussen werden sie dazu möglichst weit ins Zentrum gebracht. In Honolulu spricht man von etwa vier Stunden die verbleiben, um alle in Sicherheit zu bringen.

11:44 Wellen im ganzen Pazifik erwartet Bereits in diesen Minuten sollen die ersten Tsunami-Wellen die nächstgelegenen Inseln und Staaten wie etwa Taiwan erreichen. Ihre Stärke ist unklar. In den kommenden zehn Stunden könnten ausserdem die Philippinen, Indonesien, Neu Guinea, Australien, Neuseeland und Chile, sowie zahlreiche kleinere Inseln wie die Fiji-Inseln betroffen sein. Für alle Staaten gibt es entsprechende Tsunami-Warnungen.

11:37 Millionenstadt in Trümmer Am härtesten getroffen hat es Sendai (siehe Bildergalerie). Die eine Million Einwohner zählende Stadt soll gemäss Einwohnern komplett in Schutt und Asche gelegt sein. Aus Helikoptern aufgenommene TV-Bilder bestätigen die Aussagen bislang ausnahmslos. So sah Sendai gestern noch aus:

Sendai Downtown

Sendai Downtown

11:30 Google schaltet Personensuchdienst auf Für Personen, die sich Sorgen über Menschen in der betroffenen Region machen, oder von jemandem in der Krisenregion wissen, wie es um die Person steht, kann auf Googles Person Finder entsprechende Informationen suchen oder selbst hinterlassen. Das simple System hat sich bereits bei Naturkatastrophen in der Vergangenheit bewährt.

11:25 Tokioter stecken im Stadtzentrum fest Weil die U-Bahn ausgefallen ist, Tokios Hauptverkehrsmittel, haben die Menschen grosse Mühe, nach Hause zu kommen. Jeder versuche irgendwie ein Taxi zu bekommen, um das Stadtzentrum verlassen zu können, berichtet CNNs Tokio-Korrespondentin.

Menschen warten vor der Tokioter Bahnstation Shinagawa

Menschen warten vor der Tokioter Bahnstation Shinagawa

11:23 Südkorea verspricht Hilfe Gemäss einer südkoreanischen Nachrichtenagentur seien bereits 40 Bergungshelfer bereit, um nach Japan entsendet zu werden. Das Aussenministerium verspricht jede nur mögliche Unterstützung für Japan.

11:10 Viele Vermisste Aus dem Nordosten treffen bei den Behörden immer mehr Vermisstmeldungen ein. Bilder japanischer Fernsehsender zeigen dramatische Bilder grosser Zerstörungen und Menschen die auf den Dächern umfluteter Gebäude auf Rettung warten.

Screenshot NHK

Menschen bringen sich auf Dächern in Sicherheit (Screenshot NHK)

Screenshot NHK

10:58 Hohe Opferzahl erwartet Bisher gibt es Berichte über 19 Tote – auf Grund der grossen Zerstörungen im Land wird allerdings davon ausgegangen, dass die Zahl der Toten um ein vielfaches höher liegen dürfte.

10:52 Premierminister ruft zu Zusammenhalt auf Naoto Kan spricht von erheblichen Schäden und bestätigt Meldungen, wonach kein Atomkraftwerk Probleme hatte – alle betroffenen sind ohne grössere Zwischenfälle heruntergefahren worden. Allerdings gibt es Berichte über Feuer im AKW Onagawa. Ausserdem ist in einem das in Fukushima steht, vorübergehend das Kühlsystem ausgefallen.

10:48 Fünf Atomkraftwerke abgeschaltet Im betroffenen Nordosten des Landes wurden fünf Atomkraftwerke heruntergefahren. Es gibt keine Berichte von einem Austreten nuklearer Stoffe, berichtet der japanische TV-Sender NHK. Japanische Medienberichte gehen von fünf abgeschalteten Anlagen aus, während die Atomenergiebehörde in Wien gemäss Spiegel Online von vier abgeschalteten Werken ausgeht.

Screenshot NHK

Massen aus Wasser, Schlamm und Geröll überziehen das Land

Screenshot NHK

10:43 Tsunami-Warnungen für den ganzen Pazifik Die japanische Wetteragentur gibt an einer Konferenz Tsunami-Warnungen für fast den gesamten Pazifikraum heraus; betroffen sind Länder von Neuseeland über Peru bis Taiwan.

10:40 Die meteorologische Agentur Japans spricht vom stärksten je gemessenen Erdbeben Aufgrund der Tsunami-Warnungen werden die Menschen dazu aufgefordert, in Bunkern und anderen Schutzeinrichtungen zu bleiben. Gleichzeitig müssten sie aber jederzeit auf Nachbeben gefasst sein. Das Erdbeben erreichte auf der Skala einen Wert von 8,8.

Auf Fernsehbildern ist zu sehen, wie riesige Wassermassen das Land überfluten und Hunderte von Metern ins Landesinnere vordringen. Es gibt Berichte über Tote und Verletzte, über ihre genaue Zahl ist noch nichts bekannt. Japans Ministerpräsident Naoto Kan spricht von "enormen Schäden", wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet.

Das war das Beben

In Tokio brennt das Treibstofflager einer Raffinerie, mindestens ein Tank ist explodiert. Es werden mehrere Tote gemeldet:

Brennende Ölraffinerie

Ein in Japan lebender Amerikaner berichtet CNN von den Geschehnissen im Land. Er berichtet von einem sonnigen, ruhigen Tag, an dem quasi von der einen auf der anderen Sekunde alles erschüttert wurde und der Himmel von Wolken bedeckt wurde. Auf das erste folgten zahlreiche Nachbeben, erzählt er weiter: «Tokio hat so etwas seit Dekaden nicht gesehen».

Interview

Die Regierung in Tokio gehe von der Annahme aus, dass es möglicherweise das bislang schlimmste Erdbeben in der Geschichte Japans sei, sagte der Chefsekretär des Kabinetts, Yukio Edano, nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo.

Grosse Zerstörung

Das Erdbeben löste auch Erdrutsche aus, zahlreiche Gebäude standen in Brand. Es kam zu mehreren starken Nachbeben, die auch die Häuser in Tokio heftig ins Wanken brachten. Millionen Menschen waren ohne Strom, nachdem die Atomkraftwerke abgeschaltet wurden.

Die japanischen Behörden riefen die Menschen an der Küste auf, sich in höher gelegene Gebiete oder in ihren Häusern in die oberen Stockwerke zu begeben. Es drohten weitere Tsunamis. Auch könne es weitere starke Nachbeben geben. Auch in Taiwan, Indonesien und auf den Philippinen wurden Tsunami-Warnungen ausgegeben.

Der Tsunami traf der Agentur Kyodo zufolge unter anderem die Küstenregion nahe der Stadt Sendai mit einer Bevölkerung von rund einer Million. Der Fernsehsender NHK zeigte Bilder von brennenden Gebäude in Tokio.

Fernsehbilder zeigen Feuerwehrleute, die mit Wasserfontänen versuchen, das grosse Feuer in einer Ölraffinerie in Chiba bei Tokio zu löschen. Meterhohe schwarze Rauchwolken verdunkeln weiter den Himmel in der Region.

Tsunami-Warnung für Pazifik-Region

Nach dem schweren Beben wurde eine Tsunami-Warnung für fast die gesamte Pazifik-Region ausgegeben. Ausgenommen sind lediglich die Westküsten der USA und Kanadas, wie das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik mitteilte.

Die Warnung gilt unter anderem für folgende Länder: Russland, Taiwan, die Philippinen, Indonesien, Papua Neuguinea, Australien, Neuseeland, Fidschi, Mexiko, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru.