Auf den Rängen fünf bis zehn des diesjährigen Human Development Index (HDI) liegen Neuseeland, Kanada, Irland, Liechtenstein, Deutschland und Schweden. Japan folgt nach der Schweiz auf Rang 12. Die Demokratische Republik Kongo weist den schwächsten HDI der insgesamt 187 Länder auf.

Die schlechtesten zehn Länder der Rangliste liegen alle in Afrika südlich der Sahara. Sie leiden unter geringem Einkommen, begrenzten Bildungschancen und einer Lebenserwartung weit unter dem globalen Durchschnitt, weil viele Menschen an behandelbaren Krankheiten sterben. Durch bewaffnete Konflikte werden diese Probleme in vielen Ländern zudem verschärft.

Der HDI wurde vor 20 Jahren als Gegenmodell zu rein ökonomischen Entwicklungs-Gradmessern entwickelt. Berechnet wird der Index auf der Basis von drei Indikatoren: Lebenserwartung, Schulzeit und Einkommen pro Einwohner.

Schweiz wieder nicht in Top Ten

Aufgrund des Indikators der Schulzeit befindet sich die Schweiz wie bereits im letzten Jahr nicht unter den ersten zehn Ländern. Unter den bestklassierten Ländern seien die Unterschiede sehr gering, sagte die Direktorin der Studie, Jeni Klugman, am Mittwoch in Genf.

Das UNO-Entwicklungsprogramm hat auch einen Index veröffentlicht, der die Ungleichheiten in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Einkommen berücksichtigt. Hier fallen etwa die USA vom 4. auf den 23. Platz zurück, wegen der grossen Einkommensunterschiede und des ungleichen Zugangs zu medizinischer Versorgung.

Deutliche Sprünge nach vorne machen Schweden (vom 10. auf den 5. Platz) und Slowenien (vom 21. auf den 14 Platz). Die Schweiz bleibt auf Rang 11.