Nordkorea

Nordkoreas Kim spricht von «leuchtendem Erfolg» im Kampf gegen Corona

HANDOUT - Dieses von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 03.07.2020 zur Verfügung gestellte Foto zeigt Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, der eine Sitzung des Politbüros des Zentralkomitees der Arbeiterpartei Koreas leitet. A Foto: -/KCNA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

HANDOUT - Dieses von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 03.07.2020 zur Verfügung gestellte Foto zeigt Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, der eine Sitzung des Politbüros des Zentralkomitees der Arbeiterpartei Koreas leitet. A Foto: -/KCNA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Trotz der weltweiten Coronavirus-Krise ist Nordkorea nach Angaben von Machthaber Kim Jong Un von Infektionsfällen bisher verschont geblieben. Nordkorea habe es geschafft, dass das «bösartige Virus» nicht eingeschleppt und eine Epidemie verhindert worden sei, wurde Kim am Freitag von den staatlich kontrollierten Medien zitiert.

"Das ist ein leuchtender Erfolg", sagte er. Die Menschen des Landes müssten aber weiter äusserst wachsam bleiben. Kim sprach den Berichten zufolge am Donnerstag bei einem erweiterten Treffen des Politbüros der in dem Land herrschenden Arbeiterpartei.

Nordkorea ist eines der wenigen Länder weltweit, die nach eigenen Angaben bisher keine bekannten Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet haben. Aus Furcht vor einer Verbreitung des Erregers hatte das ohnehin abgeschottete Land im Januar seine Grenzen zu China und Russland geschlossen. Auch wurden Tausende von Menschen vorbeugend unter Quarantäne gestellt.

Im Ausland gibt es Zweifel, dass Nordkorea wegen der engen Handels- und Schmuggelverbindungen zu China die Einschleppung tatsächlich verhindert hat. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, allein der Fakt, dass das Politbüro zum zweiten Mal binnen drei Monaten wegen der Pandemie tagte, könnte auf eine ernsthafte Situation in dem Land hinweisen.

Die Teilnehmer des Politbüro-Treffens hätten die Abwehrmassnahmen gegen das Virus in den vergangenen sechs Monaten geprüft und Probleme diskutiert, die "antiepidemische Situation" stabil zu erhalten, berichteten die Staatsmedien. Kim habe vor Selbstzufriedenheit und Entspanntheit gewarnt. Auch habe er die Unaufmerksamkeit von Beamten und Verstösste gegen die Notfall-Schutzmassnahmen gegen das Virus kritisiert. Ein voreiliges Nachlassen bei den Massnahmen werde in eine "unvorstellbare und unheilvolle Krise" münden, sagte Kim.

Das Politbüro hatte im April ein Resolution verabschiedet, um striktere Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie durchzusetzen.

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