Simbabwe

Niedrige Stimmbeteiligung bei Referendum in Simbabwe

Simbabwes Ministerpräsident Morgan Tsvangirai bei der Stimmabgabe zum Verfassungsreferendum

Simbabwes Ministerpräsident Morgan Tsvangirai bei der Stimmabgabe zum Verfassungsreferendum

Beim Referendum über eine neue Verfassung in Simbabwe hat sich bis zum Nachmittag eine niedrige Stimmbeteiligung abgezeichnet. Dies berichtete die Koalition Simbabwe-Krise, der Dachverband von 350 Bürgerrechtsorganisationen. Bis zum Nachmittag gab es keine Berichte über Zwischenfälle.

Die Abstimmung über eine neue Verfassung soll den Weg zu Wahlen und einer Normalisierung in dem südostafrikanischen Krisenland ebnen. Die Wahllokale schliessen um 18 Uhr Schweizer Zeit.

Die beiden grossen politischen Gruppierungen, die seit 2009 in einer "Regierung der nationalen Einheit" verbunden sind, unterstützen den Verfassungsentwurf. Präsident Robert Mugabe (Zanu-PF) sowie Ministerpräsident Morgan Tsvangirai (MDC) haben die etwa 5,5 Millionen registrierten Wähler aufgefordert, mit "Ja" zu stimmen.

Die neue Verfassung sieht eine Beschneidung der präsidialen Machtbefugnisse sowie die Stärkung der Frauen - beispielsweise mit Quotenregelungen - vor. Der nun vorliegende Entwurf ist ein Kompromiss zwischen den verfeindeten Lagern von Tsvangirai und Mugabe.

Menschenrechtsorganisationen hatten vor dem Referendum die Zunahme von politischer Gewalt beklagt und vor einer weiteren Eskalation gewarnt. Am Freitag sollen Anhänger Mugabes in Harare MDC-Mitglieder angegriffen haben. Bei dem Vorfall seien sieben Menschen verletzt worden, berichtete die MDC.

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