Internet-Baby-Handel

Niederländisches Paar nach Kauf von Baby im Internet verurteilt

Das verkaufte Baby lebt jetzt in einer Pflegefamilie

Das verkaufte Baby lebt jetzt in einer Pflegefamilie

Ein niederländisches Gericht hat ein Paar, das im Internet ein Baby für 7500 Euro gekauft hatte, wegen illegaler Adoption und Fälschung einer Geburtsurkunde zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Das Gericht in Zwolle verhängte gegen die 29-jährige Frau und den 28-jährigen Mann am Donnerstag zudem eine Geldstrafe sowie 240 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Das niederländische Recht sieht keine Strafe für den Kauf eines Babys vor.

Nach Angaben des Gerichts war das Kind 2008 von seinen belgischen Eltern, die bereits ein Kind hatten und unter finanziellen Schwierigkeiten litten, im Internet zum Kauf angeboten worden.

Nach der Geburt am 3. Juli 2008 in einem Spital in Gent hatte das holländische Paar, das selber keine Kinder haben kann, den Jungen im Rathaus der Stadt unter ihrem Namen registriert und waren anschliessend in die Niederlande zurückgekehrt.

Dort hatten sie das Baby in der Gemeinde Hardenberg im Nordosten des Landes mittels der belgischen Geburtsurkunde angemeldet. Im Dezember 2008 war das Baby von den niederländischen Behörden an Belgien überstellt worden, wo es seitdem in einer Pflegefamilie lebt.

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