Dazu gehörten acht schwangere Frauen und 28 Minderjährige, wie die NGO twitterte. "Zum Glück haben wir rechtzeitig Hilfe leisten können. Einige Menschen sind unterkühlt. Andere tragen die Zeichen der Misshandlungen und Folterungen, die sie in Libyen erlitten haben. Sie flüchten alle vor der Hölle", so "Mediterranea".

Die Hilfsorganisation warte auf Anweisungen über einen Landehafen. Sie hatte vergangene Woche die "Mare Jonio" erneut aufs Mittelmeer geschickt. Das Schiff unter italienischer Flagge war im Mai von den sizilianischen Justizbehörden beschlagnahmt worden. An Bord befinden sich 22 Crewmitglieder, teilte die Organisation mit.

Damit sind jetzt zwei Schiffe mit Bootsflüchtlingen an Bord im zentralen Mittelmeer unterwegs. Noch unklar ist inzwischen, was mit den 101 Flüchtlingen an Bord des deutschen Rettungsschiffes "Eleonore" geschehen soll.

Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte dem Schiff die Einfahrt in einen italienischen Hafen untersagt. Die Menschen seien am Montag gerettet worden, als ihr Boot am Sinken gewesen sei, sagte die Hilfsorganisation "Mission Lifeline", die die "Eleonore" unterstützt.