Priebke, der nach dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelang in Argentinien gelebt hatte, war am Freitag vergangener Woche im Alter von 100 Jahren in Rom gestorben. Dort hatte der ehemalige SS-Mann nach der Verurteilung zu einer Haftstrafe wegen Kriegsverbrechen die letzten Jahre in Hausarrest verbracht.

Sowohl die Stadt Rom als auch Priebkes langjähriger Wohnort Bariloche in Argentinien und sein Geburtsort Hennigsdorf im deutschen Bundesland Brandenburg lehnen eine Bestattung ab.

Priebke war 1944 an einem der schlimmsten Nazi-Massaker des Zweiten Weltkriegs bei Rom beteiligt, bei dem 335 Zivilisten getötet wurden. Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, sein Name stehe für "ungeheure Verbrechen, die von Deutschen an Italienern verübt" worden seien.