Das Militärbündnis sei im Fall einer Einigung bereit einzugreifen, falls gegen Übereinkünfte verstossen werde oder eine der beiden Seiten Hilfe benötige, sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bei einer jährlich stattfindenden Sicherheitskonferenz in der israelischen Stadt Herzlija. Bis dahin werde sich die NATO nicht in den Friedensprozess im Nahen Osten einmischen.

Ein Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bestätigte, das eine engere Zusammenarbeit zwischen Israel und der NATO diskutiert worden sei. Ob das Land auf die von Rasmussen eingebrachten Vorschläge eingehen werde, wollte der Sprecher nicht sagen.

Netanjahu betonte, dass ein Friedensvertrag mit den Palästinensern für Israel nur in Verbindung mit starken Sicherheitsgarantien infrage käme. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat erklärt, dass er internationale Friedenstruppen in einem zukünftigen palästinensischen Staat für eine begrenzte Zeit akzeptieren würde.