Die Sommerferien stehen vor der Tür. Doch nach dem Terror-Anschlag am vergangenen Freitag am Strand von Sousse werden wohl viele Touristen Tunesien meiden. Andere haben bereits geplante Reisen wieder umgebucht. 

«Ich würde nicht nach Tunesien reisen»

«Ich persönlich würde nicht nach Tunesien reisen», sagt Erich Gysling in der Sendung «TalkTäglich» am Montagabend auf Tele M1 und Tele Züri. 

Der Schweizer Journalist und Nahost-Experte ist regelmässig als Reiseführer unterwegs und ist auch selbst als Reiseveranstalter tätig.

Gefragt, welche Destinationen man in Nordafrika und im Nahen Osten momentan noch bereisen kann, sagt Gysling: «Interessanterweise sind die Monarchien ja relativ stabil.»

«Saudi Arabien – aber da reist ja niemand hin»

Das gelte etwa für Marokko und Jordanien. «Und Saudi Arabien – nur, da reist ja niemand hin.»

Die Lage von Sousse in Tunesien, Nordafrika und der Nahe Osten:

Die Lage von Sousse, Tunesien, Nordafrika und der Nahe Osten

Die Arabischen Emirate hingegen verzeichnen zahlreiche Touristen. Obwohl Gysling das nicht verstehen kann: «Dubai sieht ungefähr so aus wie Houston, Texas», so sein Urteil. 

Die Arabischen Emirate und auch den Oman bezeichnet Gysling aber als «noch sicher».

Algerien «im Grenzbereich»

Algerien sei «im Grenzbereich». In den letzten Wahlen habe sich die Bevölkerung für Präsident Bouteflika somit für Stabilität entscheiden, doch die Nähe zu Libyen sei eine «riesige Problematik» für das nordafrikanische Land.

Auch das beliebte Touristenziel Ägypten kann laut dem Experten ohne grosse Sicherheitsbedenken bereits werden. 

Was sind die Ursachen für den IS-Terror in Tunesien? Wie gross ist die Gefahr in Europa und welche Wirkung hat die Berichterstattung der Medien? Diese Fragen beantwortete Erich Gysling ebenfalls im «TalkTäglich». 

Sehen Sie hier die ganze Sendung:

Terror an Feriendestinationen

Terror an Feriendestinationen: «TalkTäglich» vom 29.6.mit Erich Gysling.