USA

Nach Rücktritt von Petraeus wird über wahren Grund spekuliert

Die Gerüchteküche um seinen Rücktritt brodelt: David Petraeus (Archiv)

Die Gerüchteküche um seinen Rücktritt brodelt: David Petraeus (Archiv)

Nach dem überraschenden Rücktritt von CIA-Chef David Petraeus am Freitag ist die Gerüchteküche um die vermeintlich wahren Gründe zum Brodeln gekommen. Der hoch dekorierte Armeegeneral aus dem Irak- und später dem Afghanistan-Krieg hatte eine aussereheliche Affäre angegeben.

In Washington wurde aber auch über andere Gründe für Petraeus' Abgang spekuliert. So war der Auslandsgeheimdienst wegen des tödlichen Anschlags auf den US-Botschafter im libyschen Bengazi zuletzt massiv in die Kritik geraten. Regierungsvertreter wiesen einen solchen Zusammenhang allerdings zurück.

Petraeus hatte erst im September vergangenen Jahres das Amt des CIA-Chefs von Leon Panetta übernommen, der an die Spitze des Verteidigungsministeriums wechselte. Zuvor kommandierte Petraeus unter anderem die US-Soldaten im Irak und führte die Isaf-Truppen im Kampf gegen die Taliban in Afghanistan an.

Nach seiner Ernennung zum CIA-Chef war gemutmasst worden, dass Obama mit diesem Schachzug eine mögliche Kandidatur des populären Generals für das gegnerische Lager der Republikaner verhindern wollte. Dies würde zumindest eine zusätzliche Erklärung dafür liefern, warum Obama Petraeus nun wenige Tage nach der Wahl aus dem Amt entliess.

Biographin als Geliebte

Bei der Geliebten von Petraeus soll es sich nach Angaben eines Insiders um die rund 20 Jahre jüngere Autorin Paula Broadwell handeln, die eine Biografie über Petraeus geschrieben hat. Broadwell selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Aus Sicherheitskreisen verlautete, dass die US-Bundespolizei FBI vor einigen Monaten auf Hinweise für eine aussereheliche Affäre von Petraeus gestossen sei.

Mit dem Rücktritt des CIA-Chefs wird Obamas Liste vakanter Spitzenpositionen im US-Sicherheitsapparat länger. So hatte Aussenministerin Hillary Clinton schon vor der Wahl deutlich gemacht, dass sie keine zweite Amtszeit anstrebt. Der Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton werden Ambitionen auf eine eigene Präsidentschaftskandidatur in vier Jahren nachgesagt.

Zudem wird damit gerechnet, dass Verteidigungsminister Leon Panetta ebenfalls nicht im Amt bleiben will.

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