Nachdem am frühen Dienstagmorgen in zehn deutschen Bundesländern Razzien gegen die salafistische Gruppierung durchgeführt wurden und die Bundesregierung ein Verbot gegen den Verein erlassen hat, wird nun auch in der Schweiz gegen die Koran-Verteiler von «Lies!» ermittelt. 

Bilder von den Polizeieinsätzen heute Dienstag in mehreren deutschen Bundesländern: 

Die Strafverfahren in der Schweiz richteten sich gegen Personen, die mit dem "Lies"-Projekt in Verbindung stehen oder standen, erklärte die Bundesanwaltschaft auf Anfrage. In diesem Zusammenhang führe die BA aber keine Strafverfahren gegen juristische Personen wie etwa Vereine oder Stiftungen, präzisierte BA-Infochef André Marty.

Die Strafverfolgungsbehörden des Bundes seien nicht zuständig für das Verbot von Organisationen oder Vereinen. Dazu fehlten die rechtlichen Grundlagen, hiess es weiter. Dies hindere sie aber nicht daran, bei Bedarf aktiv zu werden. Die Koran-Verteilaktion "Lies!" ist als Verein organisiert und rechtlich schwer zu belangen.