"Idealerweise wird das schon bei der Bundestagswahl sein", sagte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen am Montag in Berlin. "Sie sehen ja, was sich in einem Jahr tun kann", fügte er mit Blick auf das Umfragetief seiner Partei vor einem Jahr hinzu. Ende September 2017 wird das nationale Parlament neu gewählt.

Die rechtspopulistische AfD war nach ihrem Parteitag im Sommer 2015 in der Wählergunst zunächst unter 5 Prozent gerutscht. Am Sonntag holte sie im nordostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern 20,8 Prozent der Stimmen und wurde damit zweitstärkste Kraft vor den Christdemokraten.

Die AfD werde im Schweriner Landtag keine "Fundamentalopposition" sein. "Wir wollen konstruktiv arbeiten", sagte der Spitzenkandidat der Partei in M-V, Leif Erik Holm.

Erdbeben in Mecklenburg-Vorpommern: AfD verweist CDU auf Platz 3

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Frauke Petry, die sich den Parteivorsitz mit Meuthen teilt, warf der CDU vor, sie sei unfähig zur Selbstkritik. Dass führende Politiker der CDU nun sagten, ihre Partei habe inhaltlich keine Fehler gemacht, sondern ihre Politik womöglich nur falsch erklärt, sei ein Beweis für die "fortgesetzte Arroganz der Macht".

Mit welchem Spitzenkandidaten die AfD den Bundestagswahlkampf bestreiten will, ist noch offen. Meuthen und Petry wollten sich dazu am Montag nicht äussern.