Das teilte die Polizei am Freitag mit. Am meisten Vorfälle seien am 25. Juni gemeldet worden, zwei Tage, nachdem 52 Prozent der Briten für den Austritt aus der EU gestimmt hatten.

Zum Anstieg der Zahl der Anzeigen habe vermutlich auch ein gesteigertes Bewusstsein für solche Vorfälle in der Bevölkerung beigetragen. Zu Hassverbrechen gehören neben rassistischen motivierten Taten, die den Grossteil ausmachen, auch Übergriffe wegen Religion, Geschlechts, Alters, sexueller Orientierung oder Behinderung.

Migration war eines der Hauptthemen der EU-Gegner vor dem Referendum. Nach der Abstimmung hatten sich Berichte gemehrt, denen zufolge Polen und Rumänen beschimpft wurden.

In der Nacht zum Donnerstag hatten Unbekannte einen Schuppen neben dem Haus einer polnischen Familie bei Plymouth in Südengland angezündet. Die Polizei geht von rassistisch motivierter Brandstiftung aus. Am Tatort fand sich ein Zettel, der vor Angriffen warnte, falls die Familie nicht nach Polen gehe. Verletzt wurde niemand.