Nach den schweren Überschwemmungen in den australischen Bundesstaaten Queensland und New South Wales haben die Behörden vorsichtige Entwarnung gegeben.

Das Militär werde bald mit Aufräumarbeiten beginnen können. Nach heftigen Regenstürmen als Folge von Wirbelsturm "Oswald" standen auch am Dienstag noch weite Teile von Queensland und New South Wales unter Wasser, tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Vier Menschen starben, zuletzt ein dreijähriger Junge, der von einem entwurzelten Baum erschlagen wurde. Die Stadt Bundaberg wurde fast komplett überflutet. Soldaten und Transportflugzeuge waren ununterbrochen im Einsatz, um Menschen zu retten, die sich vor den Sturzfluten auf ihre Dächer gerettet hatten.

Bei einer der dramatischsten Rettungsaktionen wurde ein 14 Monate altes Baby aus einem fortgeschwemmten Kleintransporter geholt. Da die Luke für die normale Bergungsausrüstung zu klein war, zogen es seine Retter schliesslich in einem wasserdichten Sack aus dem Kleinlastwagen in ihren Helikopter, bevor sie auch die Mutter retteten.

Beschädigte Wasserwerke

Die Millionenstadt Brisbane blieb von den Überschwemmungen weitgehend verschont, doch warnte Queenslands Regierungschef Campbell Newman, dass die wichtigsten Wasserwerke beschädigt seien. Er rief die Einwohner auf, ihren Wasserverbrauch drastisch einzuschränken.

In der Nacht zum Dienstag war "Oswald" nach New South Wales weitergezogen, rund 41'000 Menschen waren nach Überflutungen von der Aussenwelt abgeschnitten. Etwa 2100 Einwohner der Stadt Grafton erhielten eine Evakuierungsanordnung.

Am späten Abend dann atmete der dortige Regierungschef Barry O'Farrell sichtbar auf. Das Schlimmste scheine vorüber, auch wenn weitere Überschwemmungen noch zu erwarten seien, sagte er.