Irak

Muktada al-Sadr ordnet Ende der Angriffe auf US-Soldaten im Irak an

Muktada al-Sadr ruft zu einem Ende der Angriffe auf (Archiv)

Muktada al-Sadr ruft zu einem Ende der Angriffe auf (Archiv)

Der radikale Schiitenprediger Muktada al-Sadr hat ein Ende aller Angriffe seiner Anhänger auf die US-Truppen bis zu ihrem Abzug aus dem Irak Ende des Jahres angeordnet. Damit wolle er sicherstellen, dass tatsächlich alle US-Soldaten abziehen und der «Irak seine Unabhängigkeit wiedererlangt», erklärte Sadr am Sonntag.

Er drohte jedoch mit einer Wiederaufnahme der "militärischen Operationen", sollten auch nach dem Stichtag US-Truppen im Land und der Irak "im Zustand der Abhängigkeit" bleiben.

Der radikale Geistliche gilt als entschiedener Gegner der US-Präsenz im Irak und ist bei vielen Schiiten des Landes sehr beliebt. Sadr war lange Zeit Chef der 60'000 Mann starken Mahdi-Miliz, löste sie aber vor drei Jahren auf und gründete eine neue "Brigade des Tags der Verheissung".

Die USA machen die Brigade sowie zwei weitere Splittergruppen der ehemaligen Mahdi-Miliz für den überwiegenden Teil der Angriffe auf US-Truppen im Irak verantwortlich.

Gemäss eines 2008 mit der Regierung in Bagdad geschlossenen Abkommens soll der letzte US-Soldat bis zum 31. Dezember 2011 das Land verlassen haben. Bagdad und Washington führen jedoch momentan Verhandlungen über den Verbleib von US-Truppen im Irak über das Abzugsdatum hinaus. Das Pentagon befürwortet eine weitere Präsenz von rund 4000 US-Soldaten für die Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte.

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