Pakistan

Mindestens sieben Tote bei Angriff auf Schiiten-Moschee in Pakistan

Ein schiitischer Muslim beweint den Tod eines Angehörigen

Ein schiitischer Muslim beweint den Tod eines Angehörigen

Bei einem Bombenanschlag der radikalislamischen Taliban auf eine schiitische Moschee in der pakistanischen Garnisonsstadt Rawalpindi sind am Freitag sieben Menschen getötet worden. 15 weitere Menschen wurden bei dem Attentat nahe der Hauptstadt Islamabad zudem verletzt.

Die Umstände der Tat seien unklar, es werde aber von einem Selbstmordanschlag ausgegangen, teilten die Behörden mit.

Die Gruppe Jamat-ul-Ahrar, die zur Organisation Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) gehört, bekannte sich zu der Tat. "Wir werden weitere Anschläge gegen die Feinde des Islams verüben", erklärte ein Sprecher. Schiiten sind im überwiegend sunnitischen Pakistan eine muslimische Minderheit.

Die Taliban hatten Mitte Dezember eine Schule in Peshawar angegriffen und fast 150 Menschen getötet, die allermeisten von ihnen Schulkinder.

Die Regierung verschärfte daraufhin die Anti-Terror-Gesetze und führte die Todesstrafe für verurteilte Terroristen wieder ein. "Wir lassen uns von ihren Gesetzen und Exekutionen nicht beeindrucken", erklärte der Sprecher von Jamat-ul-Ahrar.

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