Ägypten

Mindestens 23 Tote bei Stammeskämpfen in Ägypten

Gewalt in Ägypten (Symbolbild aus Kairo, 2011 beim Tahrir-Platz)

Gewalt in Ägypten (Symbolbild aus Kairo, 2011 beim Tahrir-Platz)

Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Stämmen im Süden Ägyptens sind Medienberichten zufolge mindestens 23 Menschen getötet worden. Die Auseinandersetzung in der Stadt Aswan begann demnach am Freitag und flammte nach einer mehrstündigen Ruhepause am Samstag wieder auf.

Bei den mit automatische Waffen und Brandsätzen ausgetragenen Gefechten seien mehr als 30 Menschen verletzt worden und mehrere Häuser in Flammen aufgegangen, berichteten Zeugen. Rettungskräfte hatten Schwierigkeiten, Tote und Verletzte aus dem Kampfgebiet zu bergen.

Der Gouverneur der Stadt, Mustafa Jussri, rief die Streitkräfte auf, der Polizei zur Hilfe zu eilen. Zudem ordnete er aufgrund der Unruhen die Schliessung von 17 Schulen an, berichtete die staatliche Zeitung Al-Ahram im Internet.

Ausgelöst worden seien die Kämpfe durch beleidigende Slogans, die Mitglieder beider Stämme an Gebäude geschrieben hätten, meldete die Zeitung unter Berufung auf einen ungenannten Vertreter der Sicherheitsbehörden.

Immer wieder kommt es im Süden des Landes zu Konflikten zwischen verschiedenen Stämmen. Üblicherweise werden diese aber durch die Vermittlung örtlicher Regierungsvertreter geschlichtet.

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