Der Chef des US-Geheimdienstes NSA ist im Senat der Beantwortung der Frage ausgewichen, ob anhand von Handy-Signalen der Aufenthaltsort von Millionen Amerikanern erfasst und ihre Bewegungen verfolgt worden sind. General Keith Alexander las am Donnerstag aus einem Brief an Senatoren vor, die im Sommer dieselbe Frage wie jetzt ihr demokratische Kollege Ron Wyden gestellt hatten.

Zusätzlich verwies er auf eine zur Geheimsache erklärte Version des Briefes. «Was ich nicht tun will ist, in einem nicht der Geheimhaltung unterliegenden Forum eine Information von etwas zu geben, das geheim ist», sagte Alexander.

Chef würde am liebsten alle ausspähen

Wyden erwiderte, er glaube, dass das amerikanische Volk ein Recht habe zu wissen, ob die NSA Ortungsdaten von Handy-Nutzern gesammelt habe oder das plane. Alexander sagte, seine Behörde dürfe solche Daten nur nach gerichtlicher Erlaubnis sammeln.

Das Ausmass diverser NSA-Spähprogramme sind vom ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden enthüllt worden, der inzwischen in russischem Asyl lebt. Alexander betonte in der Anhörung, das Sammeln von Telefon-Metadaten aller Amerikaner sei durchaus ein Ziel seiner Behörde. «Ich glaube, es ist im besten Interesse der Nation, alle Telefondaten in ein Schliessfach zu tun, das wir durchsuchen könnten, wenn die Nation dies tun muss», sagte er.