Der ursprünglich favorisierte Fico erhielt 40,6 Prozent der Stimmen. Die erste Runde der Wahl vor zwei Wochen hatte Fico noch für sich entschieden. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,5 Prozent.

Der Millionär Kiska gehört der politischen Mitte an. Er hat noch nie ein politisches Amt bekleidet - nicht einmal auf kommunaler Ebene. Er wird das Präsidentenamt am 15. Juni von Ivan Gasparovic übernehmen, der nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidieren durfte.

Kiska dürfte in der Stichwahl von den Stimmen derjenigen Bürger profitiert haben, die in der ersten Runde weder ihn noch Fico wählten. Der 49-jährige Ex-Kommunist Fico hatte dagegen auf die Mobilisierung der Nichtwähler aus der ersten Runde gehofft.