Das Geld geht an Privatleute und Unternehmen, die durch die Ölpest Schäden und Einbussen erlitten hatten. Sowohl die Entschädigungsempfänger, darunter tausende Fischer von der Golfküste, als auch BP begrüssten die Entscheidung.

Die Kläger-Anwälte Steve Herman and Jim Roy betonten, die Entscheidung werde "den Menschen und Unternehmen am Golf die Erleichterung bringen, die sie verdienen".

Der Ölkonzern erklärte, damit werde "die überwiegende Mehrheit der rechtmässigen Forderungen wegen wirtschaftlicher Verluste und Eigentumsschäden" infolge der Katastrophe erfüllt.

Die Übereinkunft werde nicht dazu führen, dass BP die erwartete Gesamtsumme für Zahlungen wegen der Ölpest in Höhe von 37,2 Milliarden Dollar erhöhen müsse.

Weitere Zahlungen

Das nun gebilligte Entschädigungspaket umfasst zwar den Grossteil der privaten Forderungen an den Konzern. Darüber hinaus dürften auf BP aber noch weitere Zahlungen in zweistelliger Milliardenhöhe zukommen.

Dabei handelt es sich um Strafen und Entschädigungszahlungen an die US-Bundesregierung und die betroffenen Bundesstaaten an der Küste. Darüber hinaus haben auch Aktionäre BP verklagt, weil wegen der Ölpest ein monatelanger Stopp für Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko verhängt worden war.

Im April 2010 hatte die Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte der USA ausgelöst. Bei dem Unglück starben elf Arbeiter, hunderte Millionen Liter Erdöl strömten ins Meer.

87 Tage dauerte es, bis BP das Leck schliessen konnte. Die Küsten von fünf US-Bundesstaaten wurden verseucht, der Fischfang und der Tourismus an der Golfküste massiv geschädigt.