Dies sagte der Leiter der Organisation, Rami Abdurrahman, am Donnerstag.

Nach Angaben der Opposition nahmen am Donnerstag syrische Rebellen einen Armeestützpunkt in der östlichen Provinz Deir al-Sur ein. Mit der Einnahme dieser Militärbasis sei nun die gesamte Region von der Stadt Deir al-Sur bis zur irakischen Grenze in den Händen der Rebellen, teilte am Donnerstag ein Vertreter des oppositionellen Militärischen Revolutionsrats mit.

Nach den Geländegewinnen im Norden des Landes wollen die Aufständischen jetzt die Hauptstadt Damaskus ins Visier nehmen, wie sie am Mittwoch ankündigten. In den vergangenen Wochen hatten die Gegner von Präsident Baschar al-Assad bereits mehrere wichtige Militärstützpunkte vor Damaskus erobert.

Kampf um Damaskus

Die syrische Armee versuchte am Donnerstag entsprechend einen neuen Ansturm der Rebellen auf die Hauptstadt abzuwehren. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, im Damaszener Vorort Sajjida Seinab hätten die Regierungstruppen "Dutzende von Terroristen" festgenommen.

Aktivisten meldeten Gefechte in den Vierteln Dschobar und Al-Kabun sowie einen Mörserangriff an der Autobahn in Al-Massa. Von 46 Syrern, die am Donnerstag landesweit getötet worden seien, starben ihren Angaben zufolge allein 27 im Grossraum Damaskus.

Moskau gegen Patriot-Raketen in der Türkei

Neue Gefechte wurden auch aus Ras al-Ain an der Grenze zur Türkei gemeldet. Nach Angaben aus Oppositionskreisen kämpften Angehörige einer kurdischen Miliz, die Kontakte zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei unterhält, gegen Mitglieder der islamistischen Al-Nusra-Front.

Russland meldete derweil Vorbehalte gegen die von der Türkei bei der NATO beantragte Stationierung von Patriot-Flugabwehrraketen an. "Das würde die Stabilität in der Region nicht fördern", sagte am Donnerstag ein Sprecher des Aussenministeriums in Moskau.

Am Mittwoch hatte die Türkei bei der NATO die Stationierung der Systeme zur Abwehr von Flugzeugen und Raketen beantragt. Die Allianz prüft derzeit den Antrag des Bündnispartners. Deutschland, das neben den USA und den Niederlanden über diese Waffen verfügt, ist bereit, der Bitte der Türkei nachzukommen.