Ratlos, tief bestürzt und weinend meldeten sich Freunde und Verwandte am  am Informationsschalter, wie das niederländische Fernsehen berichtete.

"Ich habe gehört, dass ich mich hier melden soll", sagt eine Frau. "Mein Schwager sass in der Maschine." An Bord der abgestürzten Maschine nach Angaben von Malaysia Airlines 154 Holländer, 27 Australier, 23 Malaysier sowie Fluggäste aus Indien, Grossbritannien, Deutschland, Belgien und Kanada befunden haben.

Freunde und Familien möglicher Opfer wurden später in zwei Bussen in Begleitung einer Polizeieskorte zu einem nicht genannten Ort gefahren. Medienschaffende hatten keinen Zutritt. Dort sollten die Hinterbliebenen über das Unglück informiert werden, teilte der Flughafen mit. Reiseveranstalter und das Aussenministerin richteten für Angehörige eine Sondertelefonnummer ein.

Bestürzung am Königshof

Der niederländische König Willem-Alexander sprach den Angehörigen von Opfern sein tiefes Mitgefühl aus. "Ich bin tief bestürzt über die entsetzliche Nachricht vom Absturz des Fluges MH017 über ukrainischem Gebiet", heisst es in einer in Den Haag verbreiteten Erklärung des Hofes. 

Der frühere Boxweltmeister und heutige Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, sprach von einer "Tragödie dramatischen Ausmasses, die die ganze Welt betrifft". Die internationale Gemeinschaft müsse jetzt "endgültig verstehen, dass es sich hier um einen Krieg handelt und Russland mit hochmodernen Waffen und ausgebildeten Kämpfern in diesen Krieg eingreift", sagte Klitschko der "Bild"-Zeitung.