Egyptair

«Mein bestes Selfie»: Britische Geisel posiert lächelnd mit dem Flugzeug-Entführer

Passagier Ben Innes (rechts) posiert mit dem Flugzeugentführer.

Passagier Ben Innes (rechts) posiert mit dem Flugzeugentführer.

Unter den letzten Geiseln des am Dienstag entführten Egyptair-Flugzeugs befand sich auch der 26-jährige Brite Ben Innes. Nur unterschied sich dieser junge Mann etwas von den anderen: Er posierte mit dem Entführer Seif Eldin Mustafa für ein Foto.

«Sein bestes Selfie ever», wie Ben Innes selbst sagt. Obwohl es streng genommen keines ist. Denn das Foto hat die Stewardess geschossen. 

Die eigentliche Frage ist jedoch: Warum machte er überhaupt ein Foto? Der Guardian schreibt, er habe sich den vermeintlichen Sprenggürtel des Ägypters näher ansehen wollen: «Ich dachte mir, wenn seine Bombe echt ist, dann hab ich sowieso nichts mehr zu verlieren.»

Dann schickte er das Foto via Whatsapp seinem Mitbewohner Chris Tundagon und schrieb dazu: «You know your boy doesn't fuck about!!» Und er solle schleunigst die News schauen.

Sein Freund reagierte besorgt: «Wtf? Ist das eine Bombe an der Brust des Mannes? Bist du ok? Sag uns, wenn du ausgestiegen bist.»

Der Daily Mail sagte Tundagon später, dass er nicht wusste, warum sein Freund dieses Foto gemacht habe, es sei ja ziemlich durchgeknallt. Aber so sei Ben halt einfach. 

Seiner Mutter verriet Ben Innes allerdings nichts von seinem Schnappschuss. Sie verfolgte das Drama am Fernsehen und riet ihrem Sohn, keinesfalls Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte er das Foto schon gemacht. 

Erfreut reagierte hingegen eine Verwandte des gefeierten «Selfie-Helden», die auf Twitter verlauten liess: «Nur Ben ist im Stande, ein solches Selfie zu machen! #Stolz»

Kurz vor der Verhaftung des Flugzeug-Kidnappers: Eine Person steigt aus der Egypt-Air-Maschine in Larnaka

Kurz vor der Verhaftung des Flugzeug-Kidnappers: Eine Person klettert aus dem Egypt-Air-Cockpit in Larnaka

Der Sun erzählte der junge Mann, wie das legendäre Foto zustande kam. Der Entführer und seine letzten drei Geisseln waren bereits in Lancara gelandet, sassen aber noch immer im Flugzeug: «Einer der Crew-Mitglieder übersetzte für mich, als ich ihn fragte, ober ein Selfie mit mir machen wollte. 'Ich dachte: Warum nicht? Wenn er uns alle in die Luft jagt, spielt es auch keine Rolle mehr.' Er zuckte einfach mit den Schultern, und so stand ich neben ihn und lächelte in die Kamera, während die Stewardess das Foto schoss. Es sollte das beste Selfie aller Zeiten werden.»

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