Die Militärs seien seit Freitag wegen "Umsturzversuchs" und "Mordversuchs" festgenommen worden und befänden sich noch immer in Gewahrsam.

Die Wochenzeitung "Le Courrier" berichtete, dass Dokumente zur Einrichtung eines "Nationalrats zur Einführung der Volksdemokratie" beschlagnahmt worden seien. Dazu gab es aus Sicherheitskreisen zunächst aber keine Bestätigung.

In der nigrischen Hauptstadt Niamey kursierten seit Tagen Gerüchte über einen möglichen Putschversuch in der französischen Ex-Kolonie. Im Niger hatte erst vergangenes Jahr das Militär geputscht. Mit der Wahl eines neuen Präsidenten sollte das westafrikanische Land im März wieder eine zivile Führung bekommen.

Kampf gegen Al Kaida

Issoufou ist ein langjähriger Gegner von Ex-Präsident Mamadou Tandja. Dieser war im vergangenen Jahr vom Militär gestürzt worden, nachdem er versucht hatte, seine Amtszeit über die von der Verfassung vorgesehene Höchstdauer hinaus zu verlängern.

Issoufou hatte die Entwicklung des armen Landes und den Kampf gegen die Terrorgruppe Al Kaida im islamischen Maghreb (Aqmi) zu den Prioritäten seiner Amtszeit erklärt.