Bildungseinrichtungen wurden 132 Mal zur Zielscheibe - ebenfalls ein starker Anstieg im Vergleich zu 2014. Weil 369 Schulen geschlossen werden mussten, konnten 139'000 Kinder nicht unterrichtet werden, wie es in dem am Montag veröffentlichten Bericht der Afghanistan-Mission (UNAMA) und des Kinderhilfswerks (Unicef) der UNO heisst.

Dem Bericht zufolge wurden im Jahr 2015 20 Gesundheitsmitarbeiter getötet, 43 verletzt und 66 entführt. Die überwiegende Mehrheit der Toten und Verwundeten stamme allerdings von einem US-Angriff im Oktober auf ein Spital von Ärzte ohne Grenzen (MSF) in Kundus.

Bei den Beschäftigten im Bildungsbereich wurden 11 Menschen getötet, 15 verletzt und 49 entführt. "Die Ergebnisse des Berichts sind zutiefst besorgniserregend", sagte der UNO-Spezialgesandte für Afghanistan, Nicholas Haysom, laut einer Mitteilung.