Irak

Mehr als 40 Tote bei Bombenexplosionen im Irak

Verwüstung nach einem Autobombenanschlag im Irak (Archiv)

Verwüstung nach einem Autobombenanschlag im Irak (Archiv)

Bei zwei Anschlägen nordöstlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 40 Menschen getötet worden. Zudem seien bei den Anschlägen auf zwei Märkte in der Stadt Bakuba am Montag 75 Menschen verletzt worden.

Dies teilte die örtliche Polizei am Montag mit. Den Angaben zufolge handelte es sich bei einem der Attentate um einen Selbstmordanschlag mit einem sprengstoffbeladenen Auto. Auch bei der zweiten Explosion soll es sich um eine Autobombe gehandelt haben.

Zu dem ersten Angriff bekannte sich im Internet die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS). Er habe den Schiiten gegolten, erklärte die radikale Sunniten-Gruppe. Die Stadt liegt in der Provinz Dijala an der Grenze zum Iran. Drei weitere Tote habe es bei einer Explosion in Wathba gegeben.

Die betroffene Provinz Dijala war bereits im Juli Ziel eines Attentats der Terrormiliz Islamischer Staat (IS): Bei dem bislang schwersten Angriff in diesem Jahr im Irak starben mindestens 120 Menschen. Erst vergangene waren bei einem erneuten Selbstmordanschlag in der Region wenigstens 13 irakische Sicherheitskräfte getötet worden. Auch hier deuteten erste Ermittlungsergebnisse auf einen IS-Anschlag hin.

2014 hatte der IS einige Teile Dijalas erobert, wurde von der irakischen Armee und kurdischen Einheiten aber wieder aus der Provinz hinausgedrängt. Er kontrolliert weite Teile im Westen des Landes.

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