Sturm

Mehr als 3000 Menschen in Taiwan vor Taifun in Sicherheit gebracht

Vorboten des Taifunes "Tembin" bei der Ortschaft Illan an der Küste Taiwans

Vorboten des Taifunes "Tembin" bei der Ortschaft Illan an der Küste Taiwans

Wegen des herannahenden Taifuns «Tembin» sind in Taiwan vorsorglich mehr als 3000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Die Behörden des asiatischen Inselstaates befürchteten nach Angaben vom Donnerstag, dass der mit dem Wirbelsturm einhergehende heftige Regen Erdrutsche auslösen könnte.

Rund 50'000 Soldaten wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Der nationale Wetterdienst rechnete damit, dass "Tembin" am Freitag in Taiwan auf Land treffen könnte. Erste Auswirkungen würden bereits ab Donnerstagabend (Ortszeit) zu spüren sein, "vor allem im Osten", sagte ein Vertreter der Behörde.

Die Wetterbehörde stufte "Tembin" als Taifun der Stärke vier auf der fünfstufigen Skala ein und warnte vor sintflutartigem Regen und Erdrutschen im Osten des Landes. Die Regierung entsandte 500 Soldaten, um in der Region bei der Unterbringung von Menschen in Notunterkünfte zu helfen.

Bis Donnerstagmittag (Ortszeit; 6 MESZ) wurden nach Angaben der zentralen Rettungsbehörde mehr als 3000 Menschen in Sicherheit gebracht, die meisten von ihnen waren aus dem Bezirk Hualien. Der genaue Weg des Sturms war wegen der Einflüsse des weiteren, 1600 Kilometer östlich von Taiwan wütenden Taifuns "Bolaven" zunächst unklar.

Der Flug- und Schiffsverkehr war wegen des Unwetters beeinträchtigt. Nach Angaben des taiwanischen Verkehrsministeriums wurden 103 Inlandsflüge und 13 internationale Flüge gestrichen.

In Taiwan ist die Erinnerung an den verheerenden Taifun "Morakot" noch wach, durch den im August 2009 im Süden der Insel rund 600 Menschen getötet wurden. Die meisten der Opfer waren bei Erdrutschen ums Leben gekommen. Der Osten Taiwans wurde erst Anfang August vom Taifun "Saola" schwer getroffen, bei dem sechs Menschen starben.

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