Bahrain

Mehr als 200 schiitische Häftlinge in Bahrain im Hungerstreik

In der Stadt Sitra in Bahrain demonstrieren Trauernde bei der Beerdigung eines Aktivisten (Archiv)

In der Stadt Sitra in Bahrain demonstrieren Trauernde bei der Beerdigung eines Aktivisten (Archiv)

Mehr als fünf Monate nach der Niederschlagung regierungskritischer Proteste in Bahrain sind mehr als 200 schiitische Häftlinge in einen Hungerstreik getreten.

Wie ein Vertreter des Zentrums für Menschenrechte in Bahrain, Nabil Radschab, am Montag sagte, hatten zwölf Ärzte, die seit der Niederschlagung der Protestbewegung Mitte März im Gefängnis sitzen, vor einer Woche den Hungerstreik gestartet. Mittlerweile hätten sich mehr als 200 Häftlinge angeschlossen, von den zwölf Ärzten hätten einige bereits ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen.

Die schiitische Bevölkerungsmehrheit von Bahrain hatte von Mitte Februar bis Mitte März gegen die sunnitische Herrscherfamilie aufbegehrt.

Bei der Niederschlagung der wochenlangen Proteste mit Hilfe saudiarabischer Truppen wurden Mitte März nach amtlichen Angaben 24 Menschen getötet, vier weitere starben seitdem in Haft. Hunderte Menschen wurden festgenommen, einige von ihnen wurden bereits zum Tode oder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

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