Das sagte der Sprecher der Provinzregierung von Nangarhar, Attaullah Chogiani, am Mittwoch. Zudem seien fünf Angreifer ums Leben gekommen.

Laut Chogiani stürmten mehrere Angreifer am frühen Mittwochmorgen die Firma. Zwei Selbstmordattentäter hätten sich in die Luft gesprengt, drei weitere seien von Sicherheitskräften getötet worden. Der Angriff dauerte demnach mehr als sechs Stunden.

Bei der Durchsuchung des Firmengeländes durch Sicherheitskräfte seien noch eine Autobombe, zwei Sprengstoffwesten und mehrere Bomben gefunden und entschärft worden. Bisher bekannte sich niemand zu dem Angriff.

Behörden zufolge befindet sich das Unternehmen beim Flughafen von Dschalalabad, der Provinzhauptstadt von Nangarhar, und führt unter anderem dort auch Arbeiten durch. Am Flughafen sind auch US-Truppen stationiert.

In Nangarhar sind die radikalislamischen Taliban, aber auch der Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv. Es gibt aber auch immer wieder Berichte, dass Selbstmordattentäter und Angreifer eingesetzt werden, um persönliche, wirtschaftliche oder andere politische Fehden mit Gewalt zu lösen.

Hohe Zahl ziviler Opfer

Laut dem Uno-Bericht zu zivilen Opfern in Afghanistan verzeichnete die Provinz Nangarhar nach Kabul 2018 die zweithöchste Anzahl ziviler Opfer. Insgesamt kamen in dem Krieg im Vorjahr mehr als 3800 Zivilisten ums Leben, das sind elf Prozent mehr als 2017.

Derzeit wird versucht, den mehr als 17 Jahre dauernden Krieg in Afghanistan politisch zu lösen. Dazu haben die USA mit den Taliban direkte Gespräche aufgenommen. Bisher haben sich Vertreter der USA und hochrangige Taliban sechs Mal getroffen.

Die jüngste Gesprächsrunde im Golfemirat Katar begann am Montag vergangener Woche und dauert noch an. Die beiden Seiten sprechen über einen Abzug der US-Truppen, einen Waffenstillstand und die Frage, wie verhindert werden kann, dass das Land ein sicherer Hafen für Terroristen wird.

Die Gespräche sollen zudem direkte Gespräche der Taliban mit der afghanischen Regierung in die Wege leiten. Diese hatten die Taliban bisher abgelehnt, da sie die Regierung in Kabul für eine Marionette des Westens halten.