Russlands Präsident Dmitri Medwedew habe Lukaschenko einen Brief mit Glückwünschen übermittelt, sagte die Sprecherin. Der Inhalt des Schreibens wurde nicht veröffentlicht.

Das weissrussische Präsidialamt zitierte einen Satz aus dem Brief. "Ich wünsche Ihnen Erfolg und dem brüderlichen Volk Weissrusslands Frieden und Wohlstand", übermittelte Medwedew demnach nach Minsk.

Der seit 1994 regierende Lukaschenko war nach offiziellen Angaben am Sonntag mit fast 80 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Westliche Regierungen hatten harsche Kritik an Lukaschenko geübt, weil er nach dem Urnengang Proteste der Opposition mit harter Hand niederschlagen liess. Hunderte Menschen wurden dabei verhaftet.

Die Beziehungen zwischen den einstigen Verbündeten Moskau und Minsk sind bereits seit mehreren Monaten merklich abgekühlt. Medwedew hatte seinen Kollegen vor den Wahlen einer "anti-russischen Rhetorik" bezichtigt und ihn als "hysterisch" bezeichnet. Zudem gab es Streit zwischen beiden Ländern um Gaslieferungen.