USA

Mann in Georgia mit importiertem Hinrichtungsgift exekutiert

Ein Exekutionsraum im US-Bundesstaat Ohio (Archiv)

Ein Exekutionsraum im US-Bundesstaat Ohio (Archiv)

Im US-Bundesstaat Georgia ist ein wegen Mordes zum Tode verurteilter Mann mit importiertem Hinrichtungsgift exekutiert worden. Wie der Anwalt des 45-jährigen Emmanuel Hammond am Mittwoch mitteilte, erfolgte die Hinrichtung am Dienstag kurz vor Mitternacht (Ortszeit).

Zuvor seien alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft worden, um die Vollstreckung der Todesstrafe doch noch zu verhindern. Der Oberste Gerichtshof hatte die Hinrichtung ausgesetzt, um die Einwände von Hammonds Verteidigung gegen die Verwendung des aus dem Ausland eingeführten Hinrichtungsgifts zu prüfen.

Später lehnte das Gericht einen Aufschub dann ab. Hammond war 1990 wegen der Ermordung eines 27-jährigen Lehrers zwei Jahre zuvor zum Tod verurteilt worden.

Nach Angaben der US-Menschenrechtsorganisation Southern Center for Human Rights wurde Hammond offenbar mit dem Mittel Thiopental hingerichtet, das aus Grossbritannien importiert wurde. In den USA wird das Mittel nur von dem Pharmakonzern Hospira hergestellt, dieser hat jedoch seit längerem Probleme bei der Produktion.

Da Thiopental in den USA bisher das einzige für Hinrichtungen zugelassene Mittel ist, musste bereits in mehreren Fällen die Vollstreckung der Todesstrafe aufgeschoben werden.

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