Spanien

Machtwechsel: Artur Mas ist Kataloniens neuer Regierungschef

Artur Mas lässt sich von seinen Anhängern feiern

Artur Mas lässt sich von seinen Anhängern feiern

Machtwechsel in Katalonien: Knapp vier Wochen nach seinem Wahlsieg in der wirtschaftsstärksten Region Spaniens ist am Donnerstag der bisherige Oppositionsführer Artur Mas im katalanischen Regionalparlament zum neuen Regierungschef gewählt worden.

Der 54-jährige Nationalist löste damit den Sozialisten José Montilla ab, der bei der Regionalwahl am 28. November ein Debakel erlitten hatte.

Die katalanischen Nationalisten (CiU), die die Region von 1980 bis 2003 regiert hatten, kehrten nach sieben Jahren in der Opposition an die Macht zurück. Der CiU-Chef Mas will eine Minderheitsregierung bilden.

Seine Wahl wurde dadurch ermöglicht, dass die Sozialisten (PSC) im Parlament in Barcelona sich im zweiten Wahlgang der Stimme enthielten. Die CiU hatte der PSC zuvor zugesichert, die Politik der Regierung in wichtigen Fragen mit den Sozialisten abzusprechen.

Katalonien mit seinen 7,5 Millionen Einwohnern war in den vergangenen sieben Jahren von einer Linkskoalition unter der Führung der PSC regiert worden.

Mas, ein liberaler Technokrat, will die Eigenständigkeit der Region auf dem Gebiet der Steuern und Finanzen stärken. Er ist nicht grundsätzlich dagegen, Katalonien zu einem unabhängigen Staat zu machen, meint aber, dass die Zeit dafür noch nicht gekommen sei.

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