Nobelpreis

Liu Xiabaos Frau will Freunde zur Nobelpreisübergabe schicken

Liu Xiabao darf wohl nicht nach Oslo reisen

Liu Xiabao darf wohl nicht nach Oslo reisen

Die Frau des diesjährigen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo will dessen Freunde zur Verleihung der Auszeichnung nach Oslo schicken. Die Chance, dass der inhaftierte Dissident oder sie selbst im Dezember zur Preisverleihung im norwegischen Oslo reisen dürften, sei «winzig».

"Ich glaube aber, Xiaobo würde es definitiv wollen, dass seine Freunde an der historischen Zeremonie teilnehmen", hiess es in einem an über 100 chinesische Dissidenten, Anwälte und Professoren gerichteten Schreiben von Liu Xia. Der Brief wurde am Dienstag auf einer pro-demokratischen Website veröffentlicht.

"Ich möchte hiermit Xiaobos Freunde offiziell dazu aufrufen, an der Verleihung teilzunehmen", schrieb die Frau des Nobelpreisträgers weiter.

Der Dissident sitzt derzeit in Haft. Er war im Dezember 2009 wegen Untergrabung der Staatsgewalt zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden, nachdem er die Charta 08, einen Aufruf zu politischen Reformen in China, mitverfasst und verbreitet hatte.

Während die Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis weltweit begrüsst wurde, reagierte Peking mit scharfer Kritik. Seine Frau steht seitdem unter Hausarrest.

Unter den Adressaten ist auch der in den USA lebende chinesische Dissident Yang Jianli, der erklärte, tatsächlich zur Preisverleihung fahren zu wollen, die am 10. Dezember stattfindet. Auch andere Aktivisten hätten ihm gesagt, nach Oslo reisen zu wollen.

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